In einer immer stärker technologielastigen Welt gewinnt der Computer über das menschliche Tun mehr und mehr die Oberhand. Ein Computer jedoch kann trotz optimaler Hardware nur dann adäquat funktionieren, wenn auch die passende Software zur Verfügung steht. Nun ist es so, dass im Handel alles an Software erhältlich ist, was die Arbeit erheblich erleichtert. Es gibt jedoch Programmierlücken und sogar Fehler bei bekannter Software. Dies soll hier näher erläutert werden.
Programmierlücken und die daraus resultierende Gefahr von außen
Wer hat es noch nicht erlebt – da kauft man sich teure Software und man stellt bei Gebrauch fest, dass es zum Teil erhebliche Programmierlücken gibt. Wenn man z. B. das PC-Spiel “Ponyrama” direkt bei Veröffentlichung gespielt hat, wird sich über die Programmierlücken sicherlich schon geärgert haben. Aber ganz heikel wird es bei sogenannter Sicherheitssoftware. Bei einer speziellen Software zur zentralen Lizenzverwaltung, dem FlexNet License Server Manager, könnte ein Angreifer erheblichen Schaden am PC anrichten, weil er sich auf verhältnismäßig einfache Weise ins System loggen kann. Noch viel schwerwiegender ist die Tatsache, dass der Hersteller bislang noch keinen Patch (engl. flicken, in der Bedeutung von Nachbesserung) herausgebracht hat, der diese Lücke schließt. Sogenannten Zero day exploits gelingt es, sich wegen der mangelhaften Software einzuschleusen und so die Kontrolle über das System zu gewinnen. Man überlege sich, welcher Schaden in institutionellen Einrichtungen entstehen kann, wenn Angreifer die Oberhand über die PCs gewinnen. Doch beachten Sie, dass die Verschlüsselung durch jegliche Software bisher immer noch zu knacken war, früher oder später. Nichts ist wirklich 100% sicher, deshalb müssen ständig neue Updates oder Patches zur Verfügung gestellt werden, um zumindest vorläufig gewappnet zu sein.
Teure Software – aber auch teure Fehler
Sie sollten aber nicht nur in Betracht ziehen, dass es gefährliche Softwarefehler im Home Office Bereich am PC gibt, sondern auch zum Beispiel an Glücksspielautomaten. So hat ein Schweizer wegen eines solchen Fehlers den Jackpot eines Automaten knacken können, doch verweigerte ihm der Betreiber die Herausgabe des Geldes, eben weil der Automat fehlgesteuert war. Nun wird der (bisher unglückliche) Gewinner sein Glück vor Gericht versuchen und man kann schon fast prognostizieren, wenn die Beweislage eindeutig ist, dass er damit Erfolg haben wird. Der Leidtragende wird der Casino-Betreiber sein, der wohl das Geld herausgeben muss. Eben solche Softwarefehler legen auch manchmal die größten Internetanbieter lahm. Die Verteilung der Netzwerkkonfiguration wird durch eine Software (Middleware) gesteuert und da diese fehlerhaft war, sind einige Hosting-Angebote für die Kunden nicht verfügbar gewesen. Das dürfte dem Internetdienstanbieter sehr teuer zu stehen gekommen sein, denn irgendwie müssen verärgerte Kunden auch wieder zufriedengestellt werden.
Fazit für Lücken und Fehler von Software
Wie Sie sehen, ist keine Software wirklich sicher bzw. tut immer das, was sie tun soll. Fehlerquellen sind oft vorhanden und müssen durch entsprechende Patches schnellstmöglich geschlossen werden, denn sie können erhebliche Kosten verursachen, im schlimmsten Fall sogar gefährlich sein. Lassen Sie deshalb oft genug den PC mit der Software entsprechend warten, vor allen Dingen dann, wenn auf ihm streng vertrauliche Daten gespeichert werden. Kein Hersteller ist so schnell mit der Herstellung von entsprechenden Sicherheitsbugs wie einige Hacker, die spielend leicht in die Lücken der Software stoßen können. Sie sollten daher beachten, dass nichts wirklich 100% sicher ist.
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