Grundsätzlich kann man natürlich jegliche Art von Software selbst erstellen. Welche Art von Software man programmiert hängt natürlich von den eigenen Vorkenntnissen und Vorlieben ab.
Programmieren ist eine kreative Tätigkeit
Mit Computern kann man heute noch nicht direkt kommunizieren, deshalb müssen sämtliche Befehle mittels einer Programmiersprache übermittelt werden. Von Lehrern oder aus Büchern kann man sich die erforderlichen Grundkenntnisse über die Programmierung aneignen. Das Erstellen guter Programme lernt man aber nur in der Praxis. Die Tätigkeit eines Programmierers verlangt ein hohes Lerntempo und eine mathematische Grundausrüstung. Programmieren erfordert Logik, Abstraktionsfähigkeit und vor allem Durchhaltevermögen. Auch mit den Schnittstellen der Hardware und des Betriebssystems sollte sich ein Programmierer auskennen. Wer diese Voraussetzungen mitbringt, für den könnte die Programmierung eine interessante Tätigkeit sein. Eine Spezialisierung ist meistens unerlässlich. Für Einsteiger interessant und lehrreich ist auch die Programmierung von Robotern, die im Fachhandel als Baukasten erhältlich sind.
Die Wahl der richtigen Programmiersprache
Während sich frühere Programmierer-Generationen mit Sprachen wie Cobol, Fortran oder Basic herumschlagen mussten, wird heute hauptsächlich in den objektorientierten Sprachen wie C, C++ (C#) oder Java programmiert. Programme in dieser Sprache werden nach der Erstellung in Maschinensprache übersetzt (kompiliert) und einzelne Programmteile miteinander verbunden (verlinkt). Einfache Aufgaben lassen sich auch in den Skriptsprachen wie Perl, JavaScript oder Python realisieren, deren Befehle vom Computer der Reihe nach abgearbeitet werden. Skriptsprachen werden auch gerne für die Programmierung von Webseiten verwendet. Jede Sprache hat ihre speziellen Vor- und Nachteile. Wer eigene Programme erstellen möchte, sollte sich sehr gut mit mindestens einer Programmiersprache auskennen. Moderne Programme enthalten oft viele Tausend, manchmal Millionen von Programmzeilen. Große Softwareprojekte werden immer im Team erledigt, jeder Programmierer hat seinen speziellen Aufgabenbereich, wie zum Beispiel Datenerfassung, Kommunikation, Internet oder Datenbanken. Ein interessantes Gebiet ist auch die Programmierung von Software (Applications oder kurz Apps genannt) für Smartphones und Tablet-PCs. Editoren und andere Tools sind bei der Softwareentwicklung sehr hilfreich und nehmen dem Programmierer die Routinearbeit ab. Nachdem der Programmcode erstellt ist, muss dieser umfangreich getestet werden. Das ist oft aufwendiger als die Programmierung und kann sogar recht frustrierend sein.
Herausfordernd, aber es macht Spaß
Die Programmierung von Software ist nicht einfach und lässt sich auch nicht im Vorübergehen erledigen. Die Kunst des Programmierens lernt man nicht an einem Tag. Es erfordert genaue Kenntnisse der Programmiersprache und der verwendeten Hardware. Wer selber etwas programmieren möchte, sollte mit kleineren Programmen oder Tools anfangen. Durch die Programmierung kleinerer Spiele oder Hilfsprogramme steigt die Erfolgsquote und Spaß macht es außerdem. Interessant sind auch kleine Helfer- oder Spaßprogramme wie Uhren, Kalender, Wetterinformationen, Taschenrechner, virtueller Notizblock, Verschlüsselung etc, auch Widgets genannt, die dem Computerbenutzer die täglichen Routinearbeiten abnehmen. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Hobby-Programmierer eine gute Idee hat und sein Programm auch kommerziell nutzen kann.
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